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Reich der Seelen ist eine schöne, würdevolle Plattform des Erinnerns. Mit einer persönlichen Gedenkseite können Sie geliebte Verstorbene in Worten, Bildern und Geschichten lebendig halten - für die Familie, Freunde und kommende Generationen.
Jetzt kostenlose Gedenkseite erstellenRichtig kondolieren: Was sagt man zum Abschied?
Richtig kondolieren heißt nicht, kluge Worte zu finden. Es heißt, Herz zu zeigen. Nähe. Mitgefühl. Also trauen Sie sich. Schreiben Sie die Karte. Sagen Sie den Satz. Reichen Sie die Hand. Denn die größte „falsche“ Kondolenz ist am Ende, gar nichts zu sagen.
Richtig kondolieren heißt “Mitgefühl zeigen”.
Eigentlich ist es ganz einfach: Kondolieren bedeutet Gefühle zeigen. Sie sagen den Angehörigen, dass Sie mit ihnen fühlen. Dass Sie sehen, wie groß der Verlust ist. Dass Sie da sind.
Das kann in ganz unterschiedlichen Formen geschehen:
- Eine Karte oder ein Brief: Etwas Schriftliches wirkt oft besonders wertvoll, weil es bleibt. Angehörige lesen solche Worte nicht selten auch nach Jahren noch einmal.
- Ein Gespräch: Am Grab, bei der Trauerfeier oder auch später im Alltag. Ein ehrlicher, kurzer Satz kann mehr bewirken als lange Reden.
- Gesten: Manchmal reicht ein fester Händedruck, eine Umarmung, ein Blick, ein paar Tränen. Worte sind dann gar nicht nötig.
Es gibt kein „Muss“. Sie dürfen Ihren eigenen Weg wählen. Wichtig ist nur, dass er authentisch ist. Wählen Sie deshalb einfache, klare und aufrichtige (das steckt das Wort “richtig” schon drin) Worte, die tröstend wirken. Ein Satz wie: „Es tut mir so leid“ ist zwar schlicht, aber ehrlich. Er zeigt Mitgefühl, ohne große Erklärungen.
Richtig kondolieren: Klassisch und schlicht
- „Mein herzliches Beileid.“
- „Mein aufrichtiges Mitgefühl”
- „Es tut mir sehr leid, dass du diesen Verlust erleben musst.“
- „Ich denke an dich und deine Familie.“
Richtig kondolieren: Persönlich und nah
- „Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Ich möchte dir einfach sagen, dass ich in Gedanken bei dir bin.“ → Damit zeigen Sie Nähe, auch wenn Sie gerade nicht da sind.
- „Ich wünsche dir viel Kraft und Trost in dieser schweren Zeit. Wenn du etwas brauchst, sag bitte Bescheid.“ → Auch wenn „Kraft“ wie ein großes Wort klingt, empfinden viele es als wohltuend.
- „Ich weiß nicht, was ich sagen soll, aber ich bin in Gedanken bei dir.“ → schlicht, aber herzlich.
- „Ich kann deinen Schmerz nicht lindern, aber ich kann dir zuhören, mitfühlen und da sein, wenn du mich brauchst.“ → das Angebot, einfach da zu sein, wenn Hilfe benötigt wird, ist sehr tröstlich und beruhigend für die Angehörigen.
- „Wenn du reden, schweigen oder einfach jemanden an deiner Seite haben möchtest - ich bin da für dich.“ → auch dieses ehrlich gemeinte Angebot kommt von Herzen.
Richtig kondolieren: Mit Erinnerung und Würdigung
- „Ich werde (Name) als liebevollen und warmherzigen Menschen in Erinnerung behalten.“
- „(Name) wird mir immer als besonderer Mensch in Erinnerung bleiben.“
- „Die gemeinsamen Momente mit (Name) werde ich nie vergessen.“
Noch schöner wird es, wenn Sie einige persönliche Erinnerungen teilen:
- „Ich werde nie vergessen, wie herzlich er uns immer begrüßt hat.“
- „Ich erinnere mich an seine/ihre Freude, wenn sie von den Enkelkindern erzählt hat.“
Solche Worte bringen den Verstorbenen für einen Moment zurück. Sie wärmen das Herz - trotz aller Trauer.
Vorsicht bei der Wortwahl! Denn falsch kondolieren kann verletzen.
So schwer es ist: Manche gut gemeinten Sätze können mehr wehtun als helfen. Oft deshalb, weil sie die Trauer kleinreden oder beschönigen wollen. Verzichten Sie daher bitte unbedingt auf folgende Floskeln:
- „Das wird schon wieder.“
Nein, es wird nicht so wie früher. Trauer verändert das Leben, manchmal für immer. Mit der Zeit kann es leichter werden, ja - aber dieser Satz klingt wie ein Abwinken. - „Er/Sie ist jetzt an einem besseren Ort.“
Das mag aus religiöser Sicht tröstlich sein, doch nicht jeder empfindet es so. Für die Angehörigen ist der „beste Ort“ oft hier, an ihrer Seite. - „Du musst jetzt stark sein.“
Niemand muss das. Schon gar nicht in einer Zeit, in der das Herz schwer ist. Trauer darf schwach machen. Trauernde brauchen Erlaubnis, zu weinen, zusammenzubrechen, still zu sein. - „Ich weiß, wie du dich fühlst.“
Tun Sie nicht. Denn jeder Mensch trauert anders. Selbst wenn wir Ähnliches schon erlebt haben ist es nie dasselbe. - „Die Zeit heilt alle Wunden.“
Nein, tut sie nicht. Zeit verändert, aber sie heilt nicht. - „Das Leben geht weiter.“
Ja, aber anders, ohne den/die Verstorbenen. Und das tut weh. - „Wenigstens hat er/sie nicht gelitten.“
„Wenigstens“ relativiert den Verlust und tut oft mehr weh als gut.
All diese Floskeln sind selten böse gemeint. Sie entspringen oft aus Unsicherheit. Aber genau deshalb ist es gut, sie bewusst zu vermeiden.
“Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes. Manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben, als man ertragen kann, dann stärkt sich indessen leise das Schöne und berührt wieder unsere Seele.”
(Hugo von Hofmannsthal)
Echtheit schlägt Perfektion
Richtig zu kondolieren bedeutet nicht, die perfekten Worte zu finden. Es bedeutet, echte Anteilnahme zu zeigen: respektvoll, leise, menschlich.
Wenn Worte aus dem Herzen kommen, dürfen sie auch einfach sein. Denn Trauer braucht keine großen Reden. Sie braucht Mitgefühl. Und Nähe.
Im Reich der Seelen können Verstorbene jederzeit von überall auf der Welt besucht und betrauert werden.
Besuchen Sie Ihre lieben Verstorbenen immer dann, wenn Sie an ihn denken. Bei jedem Wetter. Zu jeder Tages- und Jahreszeit. Bequem von zu Hause aus.
Autor: Robert Junker