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Was tun, um mit der eigenen Trauer besser fertig zu werden?
Wenn wir einen geliebten Menschen verlieren, scheint die Welt um uns herum plötzlich ihren Sinn zu verlieren. Wird der Schmerz und die tiefe Trauer jemals nachlassen? Und wie finden wir den Weg zurück ins Leben? Hier sind 13 Tipps zur Trauerbewältigung.
13 Tipps zur Trauerbewältigung: Wie Sie mit Ihrer Trauer besser fertig werden.
1. Suchen Sie Unterstützung!
Wenn man einen geliebten Menschen verliert, ist es ganz normal, dass man sich von anderen abkapseln und in ein Schneckenhaus zurückziehen möchte. Aber das ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, um allein zu sein.
Auch wenn Sie sich nicht in der Lage fühlen, über Ihren Schmerz zu sprechen, ist es wichtig, dass Sie sich nicht isolieren. Denn es gibt nichts, was Ihnen Trost spenden und Ihnen helfen kann, die Last der Trauer zu erleichtern, außer wenn Sie mit anderen Menschen zusammen sind, die sich um Sie sorgen.
Es ist wichtig, sich an die Menschen zu wenden, denen man etwas bedeutet. Auch wenn einige Freunde und Verwandte Ihre Trauer vielleicht nicht verstehen, sind andere wiederum bereit, Sie zu unterstützen. Wenn Sie über Ihre Gedanken und Gefühle sprechen, werden Sie nicht zu einer Last. Im Gegenteil: Sie helfen allen damit, den Tod Ihres Angehörigen besser zu verstehen.
2. Stützen Sie sich auf Freunde und Familie!
Auch wenn es schwerfällt: Sagen Sie Ihren engsten Freunden und Verwandten, was Sie brauchen. Sei es einfach nur Hilfe im Garten, Haushalt, Organisieren von Dingen. Auch, wenn Sie etwas Unterstützung bei den Beerdigungsvorbereitungen benötigen. Fordern Sie ein offenes Ohr ein, wenn Sie sich Ihren Schmerz von der Seele reden möchten.
Wenn Sie niemanden haben, an den Sie sich in dieser schwierigen Zeit anlehnen können, erweitern Sie Ihr soziales Netzwerk, schließen Sie neue Freundschaften oder besuchen Sie eine Selbsthilfegruppe, die sich mittlerweile auch im Netz trifft.
3. Konzentrieren Sie sich auf Menschen, die "gute Zuhörer" sind!
Wenn Sie den Verlust eines guten Freundes oder nahen Familienmitglieds betrauern, ist es ganz besonders wichtig, dass Sie sich von den Menschen, denen Sie sich anvertrauen, gehört und verstanden fühlen.
Manche Menschen fühlen sich aufgrund der starken Emotionen, die Ihre Trauer auslöst, sehr unwohl. Das kann dazu führen, dass sie Sie meiden, unbedachte oder verletzende Dinge sagen oder die Geduld verlieren, wenn Sie über Ihren Verlust sprechen.
Bitte lassen Sie sich davon nicht aus der Bahn werfen. Es ist völlig okay, wenn Sie sich von diesen Menschen zurückziehen. Wenden Sie sich stattdessen an diejenigen, die besser zuhören und Trost spenden können.
4. Schließen Sie sich einer Selbsthilfegruppe für Trauernde an!
Der Austausch mit anderen, die ähnliche Verluste erlitten haben, ist eine wichtige Stütze, um sich in seinem Schmerz weniger allein zu fühlen. Indem Sie anderen zuhören, die ihre Geschichte erzählen, können Sie auch wertvolle Tipps zur eigenen Trauerbewältigung erhalten. Um eine Selbsthilfegruppe in Ihrer Nähe zu finden, wenden Sie sich an Krankenhäuser, Bestattungsinstitute oder Beratungsstellen in Ihrer Nähe, oder rufen Sie eine Trauerhotline an.
5. Sprechen Sie mit einem Trauerbegleiter!
Wenn Sie Ihren Verlust nicht akzeptieren können oder von Ihrer Trauer überwältigt werden, sollten Sie sich an einen Trauerberater wenden – persönlich oder per Videokonferenz im Internet. Ein Gespräch mit einem akkreditieren Trauertherapeuten hilft Ihnen, Emotionen zu verarbeiten, die Sie möglicherweise nicht mit Familie oder Freunden teilen können. Sie bewältigen ungelöste Probleme im Zusammenhang mit dem Tod des geliebten Menschen und finden gesündere Wege, sich an das Leben nach dem Verlust anzupassen.
6. Ziehen Sie Trost aus Ihrer Religion!
Wenn Sie religiös sind, sollten Sie die spezifischen Trauerrituale Ihres Glaubens nutzen, um Trost zu finden und mit anderen zusammenzukommen, um Ihre Trauer zu teilen. Der Besuch von Gottesdiensten, das Lesen spiritueller Texte, Beten, Meditieren oder Gespräche mit einem Geistlichen können ebenfalls großen Trost spenden und Ihnen helfen, dem Tod Ihres Angehörigen einen Sinn abzugewinnen.
7. Nutzen Sie auch soziale Medien zur Trauerbegleitung!
Gedenkseiten auf sozialen Medien oder auch ReichderSeelen.de sind die ideale Möglichkeit, ein breites Publikum über den Tod eines geliebten Menschen zu informieren und Unterstützung zu finden. Hier können Sie nicht nur praktische Informationen wie zum Beispiel Pläne für die Beerdigung weitergeben, sondern auch Freunde und Angehörige können ihre eigenen Glückwünsche oder Beileidsbekundungen posten. Das Lesen solcher Nachrichten spendet den Trauernden oft Trost.
8. Ehren Sie das Leben Ihres geliebten Menschen!
Rituale wie eine Beerdigung oder ein Gedenkgottesdienst sind von enormer Bedeutung. Sie geben Ihnen die Möglichkeit, die verstorbene Person zu würdigen, an deren Leben zu denken und von ihnen Abschied zu nehmen. In der Zeit nach einer Beerdigung kann die Trauer jedoch oft noch intensiver werden.
Es wäre ein Irrtum zu glauben, dass die Trauer an einen geliebten Menschen mit der Beerdigung endet. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn der erste Schock erst einmal vorüber ist, wird Ihnen im Alltag der Verlust erst so richtig bewusst. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Wege finden, den Menschen, den Sie geliebt haben, zu ehren und zu feiern. Nur so können Sie die Erinnerung an ihn für längere Zeit aufrechterhalten und sich Trost spenden, während Sie den Trauerprozess durchlaufen.
9. Führen Sie ein Tagebuch oder schreiben Sie einen Brief an Ihren geliebten Menschen!
Es ist wichtig, die Dinge auszusprechen, die Sie zu Lebzeiten nie zu Ihrem geliebten Menschen sagen konnten. Nur so können Sie Ihre Gefühle verarbeiten und emotional entlastet werden.
10. Schaffen Sie eine Gedenkstätte!
Eine Gedenkstätte für einen geliebten Menschen zu schaffen, ist eine tief berührende Möglichkeit, um ihre Erinnerung - auch für folgende Generationen - lebendig zu halten. Gestalten Sie eine schöne, ästhetische Trauer- und Gedenkseite (beispielsweise auf ReichderSeelen.de), um gemeinsame Erlebnisse mit anderen zu teilen. Oder erstellen Sie ein Foto- oder Sammelalbum, um kostbare Augenblicke festzuhalten – all diese Aktionen fördern den Heilungsprozess.
Das Pflanzen von Blumen oder eines Baumes in Gedenken an den geliebten Menschen ist besonders emotional. Während Sie das junge Leben pflegen und beobachten, wie es wächst und gedeiht, spüren Sie die anhaltende Verbindung und das Fortbestehen der Liebe inmitten des Wandels.
11. Bauen Sie ein Vermächtnis auf!
Sie können dem Verlust Ihres Angehörigen einen Sinn abgewinnen, indem Sie im Namen Ihres Angehörigen eine Kampagne oder Spendenaktion starten, sich ehrenamtlich für eine Sache engagieren, die ihm wichtig war, oder für eine Wohltätigkeitsorganisation spenden, die er unterstützt hat.
Das Gefühl von Sinnhaftigkeit empfinden Sie auch, wenn Sie bspw. etwas fortführen und beenden, was der/die Verstorbenen begonnen hatte - aber nicht mehr vollenden konnte.
12. Machen Sie weiter mit Dingen, die Sie früher gemeinsam unternommen haben!
Haben Sie gemeinsam mit Ihrem verstorbenen Angehörigen Sportveranstaltungen oder Kulturveranstaltungen besucht? Haben Sie zusammen gerne Musik gehört oder lange Spaziergänge unternommen?
Auch wenn es Ihnen schwerfällt: Genau diese Momente und Rituale sollten Sie weiterhin erleben und tun. Denn in der Routine liegt ein gewisser Trost. Und dieser gibt Ihnen Kraft das Leben des geliebten Menschen zu würdigen.
13. Erinnern Sie sich an Ihren geliebten Menschen auf einfache Weise!
Selbst einfache Handlungen und Rituale spielen eine bedeutende Rolle im Heilungsprozess nach dem Verlust eines geliebten Menschen. Das Anzünden einer Kerze zum Beispiel ist ein starkes Symbol der Hoffnung und Präsenz. Der sanfte Schein der Flamme spendet Trost und stellt eine Verbindung zur verstorbenen Person her.
Auch der regelmäßige Besuch eines besonderen Ortes, den der Verstorbene liebte, ist eine Möglichkeit, um tiefe emotionale Resonanz hervorzurufen. Es spielt keine Rolle, ob es sich um einen ruhigen Park, ein Lieblingscafé oder einen Ort in der Natur handelt – diese Besuche sind wichtig, denn sie ermöglichen es, Erinnerungen wachzuhalten und eine stille, persönliche Zwiesprache mit dem Verstorbenen zu führen.
Das Gedenken an wichtige Daten wie Geburtstage, Jahrestage oder Feiertage ist ebenfalls von großer Bedeutung. Organisieren Sie an diesen Tagen besondere Rituale oder Zusammenkünfte mit Familie und Freunden. Erzählen Sie sich Geschichten, lachen und weinen sie zusammen. Das bewusste Erinnern und Feiern dieser Tage ist unverzichtbar, um den Verstorbenen in den Alltag zu integrieren und die Erinnerung lebendig zu halten.
Zum Gedenken und Erinnern an geliebte Menschen.
Für Angehörige, Freunde und nachfolgende Generationen. Ohne Anbindung an einen Bestatter oder einen Zeitungsverlag, der mit Ihrer Gedenkseite Werbung macht.
Autor: Robert Junker