Blog
Wie entschuldigt man das Fehlen auf einer Beerdigung?
Einer trauernden Familie mitzuteilen, dass man nicht an der Beerdigung teilnehmen kann, ist ein heikles Thema. Es bedarf einiger Überlegungen, um den besten Weg zu finden, ohne jemanden zu verletzen - und ohne eine Absage zu verkomplizieren. Glücklicherweise gibt es gute Methoden, um den trauernden Angehörigen mitzuteilen, dass man nicht an einer Beerdigung teilnehmen kann.
Fehlen auf einer Beerdigung: Wiie sagt man die Teilnahme an einer Beerdigung ab, ohne Gefühle zu verletzen.
Beerdigungen sind sehr heikle Ereignisse, und es ist nie leicht zu erklären, warum man nicht dabei sein kann, besonders dann, wenn man eingeladen ist. Wenn Sie eine Beerdigung verpassen, fühlen Sie sich womöglich schuldig, weil Sie der Familie des Verstorbenen in der Stunde der tiefsten Trauer nicht beistehen konnten. Sie müssen sich jedoch nicht so fühlen, denn manchmal ist es einfach unvermeidlich, die Beerdigung zu versäumen, auch wenn Sie gerne daran teilgenommen hätten.
Wenn Sie wissen, dass Sie nicht an der Beerdigung teilnehmen können, informieren Sie die Familie am besten zeitnah im Voraus. Entschuldigen Sie sich für Ihr Fernbleiben höflich und zeigen Sie zugleich, dass Sie den Verstorbenen, die Familie und die Versammlung respektieren.
Wenn Sie schon einmal darüber nachgedacht haben, wie Sie Ihr Fehlen auf einer Beerdigung begründen können, lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie Sie das in diesem Blogartikel höflich tun können.
“Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.”
(Jean Paul)
Ist es pietätlos, einer Beerdigung fernzubleiben?
Ob es pietätlos ist, einer Bestattung fernzubleiben, hängt von mehreren Faktoren ab, z. B. dem Grund für Ihr Fehlen auf einer Beerdigung und der eigenen Einstellung zu diesem Ereignis. Die meisten Menschen gehen nicht aus Spaß zu einer Beerdigung. Sie haben in der Regel gute Gründe für ihr Fernbleiben, z.B:
1) Gesundheit:
Wenn gesundheitliche Bedenken bestehen, wie z.B. während der COVID-19-Pandemie, als große Versammlungen eingeschränkt wurden. Teilnehmer können auch gesundheitliche oder körperliche Probleme haben, die sie daran hindern, zur Beerdigung zu kommen.
2) Arbeit:
Auch der Job kann Sie manchmal daran hindern, an einer Beerdigung teilzunehmen. Vielleicht haben Sie einen vollen Terminkalender oder sind beruflich im Ausland unterwegs. Andere wiederum können sich (von ihrem Chef) nicht von der Arbeit freistellen lassen, vor allem, wenn die Beerdigung nicht in Ihrer Stadt stattfindet.
3) Überforderung:
Manche Menschen tun sich schwer damit, an Beerdigungen teilzunehmen, weil sie emotional auf den Verlust reagieren. Wenn eine solche Person zur Beerdigung geht, kann sie einen Tumult verursachen, weil sie ihre Emotionen nicht kontrollieren kann. Beerdigungen sind dazu da, den Verstorbenen zu ehren, und ein solches Verhalten kann das Programm ruinieren.
4) Abwesenheit:
Eine Beerdigung zu verpassen kann unvermeidlich sein, wenn der eigene Wohn- oder Urlaubsort sehr weit vom Friedhof entfernt ist. In diesem Fall müsste viel Geld und Mühe in die An- und Abreise investiert werden, um an der Beerdigung teilnehmen zu können. Ob man z.B. seinen Urlaub vorzeitig abbricht oder eine lange Flugreise in Kauf nimmt, muss jeder für sich entscheiden und hängt sicher auch von der Beziehung zum Verstorbenen ab.
5) Familiäre Konflikte
Familienstreitigkeiten sind ein weiterer Grund, warum Menschen nicht an Beerdigungen teilnehmen. Beerdigungen sind Anerkennungs- und Abschiedsveranstaltungen zu Ehren des Verstorbenen. Es wäre unsensibel, an einem solchen Ort Zwietracht zu säen. Es ist ratsam, der Beerdigung fernzubleiben, vor allem, wenn ein Streit oder eine Auseinandersetzung zwischen den Angehörigen unvermeidlich erscheint.
Die oben genannten Gründe sind nur einige, die es rechtfertigen können, einer Beerdigung fernzubleiben. Je nach Person und Status gibt es noch weitere. In jedem Fall ist es besser, den Hinterbliebenen aus der Ferne zu kondolieren und sich zu entschuldigen, ohne den guten Ruf der Familie zu gefährden.
Wenn Sie einer Beerdigung fernbleiben, ist das nur dann respektlos, wenn Sie sich nicht an das Programm halten, zu spät kommen oder ohne Grund bzw. aus unwichtigen Gründen der Bestattung fernbleiben. Auch wenn Sie nach der Zeremonie schnell verschwinden, ohne sich zu verabschieden, können sich die Angehörigen, die Sie zur Beerdigung eingeladen haben, beleidigt fühlen.
Menschen, die geliebt wurden, sollten nicht vergessen werden.
Halten Sie wertvolle Erinnerungen fest, bevor sie verblassen. Laden Sie Fotos, Videos und Sprachaufnahmen hoch, damit der Verstorbenen auch für nachfolgende Generationen in lebendiger Erinnerung bleiben kann.
3 Ideen für Beileidsbekundungen und Respekt aus der Ferne.
Es gibt keine bessere Art und Weise zu sagen, dass Sie nicht an einer Beerdigung teilnehmen können, als mit Ihren eigenen Worten. Auch wenn Sie später Blumen und Geldgeschenke schicken werden, ist es ratsam, der Familie zunächst mit Worten Ihr Beileid und Ihre Unterstützung auszudrücken.
Es gibt drei gängige Möglichkeiten, um aus der Ferne Beileid und Respekt auszudrücken:
Versenden Sie eine Kondolenzkarte!
Mit einer Beileidskarte können Sie die Familie des Verstorbenen darüber informieren, dass Sie nicht an der Beerdigung teilnehmen werden. Das wirkt besonders gut, wenn Sie der Karte Blumen beilegen. Die Hinterbliebenen wissen, dass so etwas nach einem Todesfall erwartet wird. Deshalb werden sie während der Trauerzeit ihren Briefkasten nach tröstenden Nachrichten absuchen.
Wenn Sie eine Kondolenzkarte verschicken, ist es besonders tröstend, ein paar gute Worte über den Verstorbenen zu schreiben, bevor Sie sagen, dass Sie nicht teilnehmen können. So können die Hinterbliebenen verstehen, dass Sie sich Sorgen machen, aber aus unvermeidlichen Gründen nicht teilnehmen können.
Übrigens: In Deutschland ist es üblich, der Kondolenzkarte einen Geldschein beizulegen, um die Bestattungskosten des Verstorbenen zu mildern.
2 Textbeispiele, die Sie auf eine Kondolenzkarte schreiben können:
"Es war eine Freude, (Name des Verstorbenen) zu kennen. Er/Sie war voller Leben, Energie und Tatendrang. Er/Sie hatte für jedes Problem eine Lösung und war immer da, wenn jemand Hilfe brauchte. Ich habe es genossen, mit ihm/ihr zusammenzusitzen und ihm zuzuhören, wenn er von seinem langen Leben erzählte. Es bricht mir das Herz, nicht an der Beerdigung teilnehmen zu können, aber ich werde in dieser schweren Zeit immer an Sie und Ihre Familie denken. Ich werde auf jeden Fall später wiederkommen, um beim Rasenmähen und bei anderen Arbeiten zu helfen".
“Ich weiß noch, wie ich deinen Bruder kennengelernt habe. Es war beim Fußballspiel in (Ort). Er fiel auf durch seine Pfiffe, seine Sprechchöre und seine Anfeuerungsrufe, so dass alle um ihn herum eine gute Zeit hatten. Ich werde sein freundliches Lächeln und seine Umarmungen vermissen. Leider kann ich nicht an der Beerdigung teilnehmen, aber ich füge ein paar Fotos von (Name des Verstorbenen) aus meinem Album bei. Lassen Sie mich bitte wissen, ob ich in den nächsten Tagen und Wochen etwas für Sie tun kann”.
Schreiben Sie eine E-Mail!
Eine weitere Möglichkeit, Ihr Fehlen bei einer Beerdigung mitzuteilen, ist eine E-Mail. Sie können jederzeit eine Kondolenz-E-Mail schreiben, in der Sie mitteilen, dass Sie nicht an der Beerdigung teilnehmen können.
Es ist wichtig zu wissen, dass Kondolenz-E-Mails sehr sensibel sein können. Wenn Sie eine Kondolenz-E-Mail versenden, sollten Sie zunächst die Familie trösten bevor Sie ihr mitteilen, dass Sie nicht an der Beerdigung teilnehmen können.
Geben Sie deshalb nicht schon in der Betreffzeile an, dass Sie nicht an der Beerdigung teilnehmen können. Sonst besteht die Gefahr, dass Ihre E-Mail - trotz guter Absichten - gar nicht erst geöffnet und gelesen wird.
Einige Beispiele für Betreffzeilen:
- Ich möchte Ihnen mein tiefstes Beileid aussprechen
- Mein aufrichtiges Beileid zu Ihrem Verlust
- In liebevollem Gedenken an (Name der Verstorbenen)
- Bitte nehmen Sie unser aufrichtiges Beileid entgegen
Halten Sie die Betreffzeile kurz und einfach und vermeiden Sie Fremdsprachen. Kondolenz-E-Mails sind keine Geschäftsbriefe.
Sie können eine Kondolenz-E-Mail schreiben, um mitzuteilen, dass Sie nicht an der Veranstaltung teilnehmen werden;
Rufen Sie an!
Da die meisten Menschen in Trauerfällen nicht ans Telefon gehen, sind Anrufe nicht der beste Weg, um den Hinterbliebenen mitzuteilen, dass Sie nicht an der Beerdigung teilnehmen werden. Wenn Sie es jedoch richtig machen, sind Telefonanrufe eine gute Möglichkeit, aus der Ferne Ihr Beileid und Ihren Respekt auszudrücken.
In den meisten Fällen sind Kondolenzanrufe am wirkungsvollsten, wenn sie mit einem Gruß oder Blumen per Post begleitet werden. Der Grund dafür ist, dass Ihr Anruf höchstwahrscheinlich auf dem Anrufbeantworter der Hinterbliebenen landet und möglicherweise erst später abgehört wird.
Wenn Ihr Anruf auf dem Anrufbeantworter landet, hinterlassen Sie einfach eine Nachricht wie zum Beispiel:
"Hallo (Name des Trauernden), ich wollte Sie anrufen, um Ihnen zu sagen, wie leid mir das mit Ihrer (Mutter, Schwester etc.) tut. Ich wünschte wirklich, ich könnte an der Beerdigung teilnehmen, aber ich kann leider nicht, da ich (Angabe des Grundes). Aber ich werde sobald wie möglich vorbeikommen, um ihr am Grab die letzte Ehre zu erweisen. Bis dahin, verbleibe ich in tiefer Trauer, Ihr (Ihr Name).
"Rita, ich war am Boden zerstört, als ich das von deinem Bruder (Name des Verstorbenen) hörte. Ich weiß, dass das eine schwere Zeit für dich ist, vor allem, weil ihr euch so nahe standet. Leider bin (… krank, zu schwach, beruflich verhindert etc.) und kann nicht an der Beerdigung teilnehmen. Aber ich möchte, dass ihr wisst, dass ich an euch denke und wirklich wünschte, ich könnte da sein. Ich werde dich besuchen, sobald ich wieder (auf den Beinen bin, zurück bin etc.)"
Wenn Sie sich wirklich entschuldigen wollen, sagen Taten mehr als Worte - hier sind einige Dinge, die Sie tun können:
Nachdem Sie mitgeteilt haben, dass Sie nicht an der Beerdigung teilnehmen werden, sollten Sie sich überlegen, wie Sie der trauernden Familie helfen können. Auch wenn Sie nicht dazu verpflichtet sind, können Sie Ihrer SMS, Ihrem Anruf oder Ihrer Kondolenzkarte eine Geste folgen lassen, die zeigt, dass Sie wirklich an die Hinterbliebenen denken.
Blumen schicken
Blumen als Beileidsbekundung sind in verschiedenen Ländern und Religionen üblich. Es ist eine angemessene und rücksichtsvolle Geste, den Hinterbliebenen zu zeigen, dass Sie an sie denken. Sie können einen Blumenstrauß, der die Persönlichkeit des Verstorbenen widerspiegelt, an die Adresse der Hinterbliebenen oder an das Bestattungsinstitut schicken, um sich zu entschuldigen und Ihren Respekt auszudrücken.
Geld spenden
Sie können nicht nur per E-Mail, Karte, Telefon oder SMS kondolieren, sondern auch Geld spenden, um die Kosten für die Beerdigung des Verstorbenen zu decken. Auf diese Weise können Sie der Familie Ihre Unterstützung zeigen und den Verstorbenen ehren.
Eine Grabrede schreiben
Grabreden werden verfasst, um schöne Erinnerungen an den Verstorbenen wachzurufen und die Menschen zu trösten, die sich versammelt haben, um Abschied zu nehmen. Auch wenn Sie nicht selbst bei der Beerdigung anwesend sein können, um die Trauerrede zu halten, können Sie sie an die Hinterbliebenen schicken und von jemand anderem vorlesen lassen, um zu zeigen, dass Sie gerne an der Trauerfeier teilgenommen hätten, Ihre Abwesenheit aber unvermeidlich war.
Helfen Sie mit, eine virtuelle Gedenkstätte zu schaffen
Mit Erlaubnis der Hinterbliebenen können Sie ein Profil im “Reich der Seelen” anlegen, um die Erinnerung an den Verstorbenen wach zu halten. Die Umsetzung ist genauso einfach wie das Erstellen eines normalen Profils auf einer sozialen Plattform. Der einzige Unterschied besteht darin, dass das Profil auf einer Gedenkseite zu Ehren einer verstorbenen Person erstellt wird. Auf diese Weise kann jeder auf der ganzen Welt dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen und sich an ihn erinnern, ohne weit anreisen zu müssen.
Gegen das Vergessen!
Niemand, der geliebt wurde, sollte vergessen werden. Halten Sie die Erinnerungen an die Verstorbenen auch für die nachfolgenden Generationen lebendig.
Autor: Robert Junker