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Was steht in Todesanzeigen?
Todesanzeigen in Zeitungen sind viel mehr als nur sachliche Mitteilungen über den Tod und die Beisetzungen von Menschen. Sie sind eine sehr persönliche Form des Abschieds und eine liebevolle Würdigung an das Leben der Verstorbenen. Jede Anzeige ist ein Ausdruck von Trauer, Wertschätzung und dem tiefen Wunsch, die Erinnerung an den geliebten Menschen zu bewahren.
Ist die Veröffentlichung von Todesanzeigen Pflicht?
Nein, niemand ist verpflichtet, nach einem Todesfall eine Trauer- oder Todesanzeige zu veröffentlichen. Sie kann aber eine große Hilfe bei der Trauerbewältigung sein. Und Sie ersparen sich die Zeit und Mühe, jeden einzelnen Bekannten des Verstorbenen über den Todesfall zu informieren, was in den ersten Tagen der Trauer zu einer zusätzlichen emotionalen Belastung führen kann.
Wenn Sie sich für die Veröffentlichung einer Todesanzeige entschieden haben, wählen Sie einen Erscheinungstermin zeitnah nach dem Todesfall. Sie können entscheiden, ob Sie die Gestaltung und Schaltung der Anzeige dem Bestattungsinstitut oder der Zeitungsredaktion überlassen oder selbst übernehmen möchten. Im letzteren Fall wählen Sie das Aussehen, die Größe und die Inhalte der Anzeige sowie die Zeitung, in der sie erscheinen soll.
“Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schließen. Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen.”
(Slawisches Sprichwort)
Wo können Todesanzeigen veröffentlicht werden?
Viele Familien entscheiden sich aus der Tradition heraus für eine Todesanzeige in der lokalen Tageszeitung, um den Verlust ihres geliebten Angehörigen bekannt zu machen. Wenn der Verstorbene aber lange Zeit an einem anderen Ort gelebt hat, ist es eine schöne Geste, wenn die Todesanzeige zusätzlich in einer zweiten Zeitung geschaltet wird.
In der heutigen Zeit haben sich auch einige digitale Möglichkeiten etabliert, die wir Ihnen an dieser Stelle gerne vorstellen möchten. Es ist schön zu sehen, dass immer mehr Menschen ihre Todesanzeigen zusätzlich auf speziellen Websites und in Online-Portalen wie z. B. im Reich der Seelen veröffentlichen. Dort können viel mehr Menschen vom Tod Ihres geliebten Menschen und von Ihrer Trauer erfahren - vor allem diejenigen, die eben nicht regelmäßig die klassischen Medien nutzen oder außerhalb des Einzugsgebiets der regionalen Tageszeitung wohnen.
Außerdem besteht die Möglichkeit, Todesanzeigen auch in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Wenn der Verstorbene in diesen Netzwerken aktiv war und viele Freunde oder Follower hatte, kann die Nachricht schneller unter den virtuellen Bekannten verbreiten werden, die dann auch Abschied nehmen können.
Eine weitere Möglichkeit ist, den E-Mail-Verteiler oder WhatsApp-Account des Verstorbenen zu nutzen. Wenn Postadressen oder Wohnorte von Freunden, Kollegen und Geschäftspartnern nicht bekannt sind, kann dies eine praktische Lösung sein, um die Todesnachricht schnell und effizient zu verbreiten. So erreicht man alle, die dem Verstorbenen in irgendeiner Weise nahe standen, und gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Anteilnahme zu bekunden.
Vorteile von Online-Todesanzeigen auf einen Blick.
Die Todesanzeige in der Regionalzeitung hat eine lange Tradition, die durch eine Online-Traueranzeige ergänzt werden kann.
- Platz für mehr Worte
Mit Online-Todesanzeigen auf einem Trauerportal haben Sie die Möglichkeit deutlich mehr Worte oder Informationen zu veröffentlichen, die über die Anzeige in der Zeitung hinausgehen. - Langfristige Sichtbarkeit
Eine Todesanzeige in der Tageszeitung geht schnell unter und ist in der nächsten Ausgabe nicht mehr sichtbar. Nicht so eine Online-Traueranzeige: Sie bleibt jahrelang online sichtbar. - Weltweit im Internet einsehbar
Mit einer Online-Traueranzeige können Angehörige, Freunde und Bekannte auf der ganzen Welt schnell erreicht und über den Todesfall informiert werden. - Günstigere Alternative
Eine digitale Todesanzeige ist deutlich günstiger als eine gedruckte Anzeige in einer Zeitung. Lesen Sie dazu auch unseren Blogartikel > Kosten einer Todesanzeige in der Zeitung.
Was steht in Todesanzeigen?
Eine klassische Todesanzeige enthält zunächst eine traditionelle Einleitung und Erläuterung der Beziehung (siehe unten). Dann folgen der Name der verstorbenen Person, inklusive der jeweiligen Verwandtschaftsgrade, das Geburts- und Sterbedatum, die Namen der Angehörigen (gegebenenfalls auch Freunde und Kollegen) und, wenn die Angehörigen es wünschen, auch Angaben einer Traueradresse sowie Informationen über Art, Ort und Zeit der Beerdigung oder Trauerfeier.
Häufig enthält die Anzeige auch ein Lebensmotto und ein Foto des Verstorbenen. Oft auch ein Trauerzitat, ein Psalm oder ein (selbstverfasstes) Gedicht neben einem Trauer- oder Glaubenssymbol (meist eine Blume, ein Kreuz oder andere religiöse Symboliken wie Alpha & Omega, dem auferstandenen Christus oder der Fisch in stilisierter Form.). Umrahmt wird das Ganze von einem schwarzen Trauerflor.
Ist der Tod des Verstorbenen plötzlich und unerwartet eingetreten, kann zusätzlich auch die Todesursache (Unfall, Krebs) genannt werden. Manchmal wird auch vermerkt, ob Kränze und Blumenschmuck bei der Trauerfeier - oder lieber Spenden an eine Organisation erwünscht sind. Steht im letzten Satz, dass auf Beileidsbekundungen am Grab verzichtet werden soll, ist dieser Wunsch der Familie unbedingt zu respektieren.
Die traditionelle Einleitung
Es gibt viele verschiedene Formulierungen für Todesanzeigen, aber die meisten fallen in zwei Kategorien: formell und persönlich. Da sich die Mitteilung auch an Menschen richtet, die Sie möglicherweise gar nicht kennen, ist es ratsam, sich an traditionelle Formulierungen zu halten, wie z. B.:
- In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von meinem Ehemann und Vaters von (Name/n einfügen)
- Mit großer Trauer geben wir den Verlust unseres geliebten Vaters, (Name einfügen), bekannt.
- In liebevollem Gedenken an (Name einfügen)
- Ein Leben, das so schön gelebt wurde, verdient es, in schöner Erinnerung zu bleiben. Bitte trauern Sie mit uns um (Name einfügen).
- (Name einfügen) ist am (Datum einfügen) im Alter von 92 Jahren in (Ort einfügen) friedlich eingeschlafen.
Worin liegt der Unterschied zwischen Trauer- und Todesanzeigen?
Die Begriffe Todesanzeige und Traueranzeige werden oft gleichbedeutend verwendet, doch es gibt ein paar gravierende Unterschiede zwischen den beiden:
Todesanzeigen:
Diese werden immer vor der Beerdigung veröffentlicht und informieren die Öffentlichkeit über den Todesfall. Sie enthalten, wie oben beschrieben, die wesentlichen Details über den Verstorbenen sowie Angaben zur Trauerfeier (Datum, Uhrzeit und Ort).
Traueranzeigen:
Diese erscheinen im Allgemeinen nach der Beerdigung (weshalb man auch oft vom „Nachruf“ spricht) und dienen primär der Würdigung des Verstorbenen. Eine besondere Form der Traueranzeige ist die „Danksagung“, die neben einem kurzen Rückblick auf die Beerdigung auch all jenen dankt, die Blumen niedergelegt, kondoliert oder gespendet haben.
Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass Todesanzeigen von den nächsten Angehörigen aufgegeben werden, ein Nachruf dagegen von Freunden, Kollegen oder Vereinskameraden, die sich dem Verstorbenen sehr verbunden fühlen. Hatte der Verstorbene eine höhere Position inne, veröffentlichen auch Unternehmen, Institutionen und Organisationen manchmal eine Würdigung.
Nachruf eines Unternehmens
Zum Gedenken und Erinnern an geliebte Menschen.
Bewahren Sie die Geschichten, Biografien, Fotos und Videos von Verstorbenen. Für alle Angehörige, Freunde und nachfolgende Generationen.
Weitere Tipps zur Gestaltung einer Todesanzeige
- Die ausgewählte Grafik sollte zum Verstorbenen und zum Text passen.
- Verzichten Sie - aus Gründen der Lesbarkeit - auf eine inverse bzw. negative Gestaltung (weiße Schrift auf schwarzem Grund).
- Für einen „nicht-religiösen“ Verstorbenen sollten Sie statt eines Kreuzes lieber ein anderes Symbol verwenden.
- Ein Foto könnte z. B. durch einen Schatteneffekt mehr Tiefe bekommen, d. h. es wirkt plastischer, und ordnet dadurch den Lichteinfall zu.
- Nutzen Sie viel Weißfläche! Diese haben eine beträchtliche optische Wirkung. Ohne sie wirkt alles etwas gedrängt und schwer.
- Beim Text wird eine Dreigliederung als sehr harmonisch empfunden, z.B. Nachrichtenteil + Hinterbliebene + Informationsteil.
- Wählen Sie das Format 2 : 3! Dieses Verhältnis kennt man im Querformat von Fotographien, und im Längsformat von einem DIN A4-Blatt.
Autor: Robert Junker