Blog
Letzter Wille für die letzte Ruhe: Die Bestattungsverfügung
Der Gedanke an den Tod eines geliebten Menschen ist für die meisten nicht immer präsent. Doch versetzen Sie sich kurz einmal in die Lage Ihres Partners, Ihrer Partnerin oder Ihrer Verwandten: Wissen sie, wie Sie im Falle Ihres Todes bestattet werden möchten? Wissen sie, was Sie sich für Ihre letzte Ruhestätte wünschen, wo sie begraben werden möchten, welche Trauermusik spielen oder welche Grabinschrift auf Ihrem Grab stehen sollte? Ohne eine klare, schriftliche Aussage, die Sie heute schon machen können, wohl kaum.
Schaffen Sie Klarheit! Für den Fall der Fälle.
Mit einer Bestattungsverfügung sorgen Sie dafür, dass Ihre Liebsten genau wissen, was Sie sich nach Ihrem Tod wünschen. Sie können darin festlegen, wie die Trauerfeier ablaufen soll, wer die Rede hält, welche Menschen benachrichtigt werden und wie Ihr Grab aussehen darf. Sie können sogar bestimmen, wer im Zweifelsfall Entscheidungen treffen darf. So vermeiden Sie unnötige Diskussionen und Unsicherheiten. Nutzen Sie dazu einfach unsere Vorlage > Bestattungsverfügung.
Form einer Bestattungsverfügung.
Rechtlich ist die Bestattungsverfügung eine Willenserklärung, d.h. es gibt keine starren Vorschriften dafür. Wichtig ist nur, dass klar erkennbar ist, dass Sie diese Verfügung aus freiem Willen erstellt haben. Und damit es später keine Missverständnisse gibt, sollten bestimmte Angaben unbedingt enthalten sein:
- Ein Titel wie z.B. „Bestattungsverfügung“
- Ihr Name
- Ihre Anschrift
- Ihr Geburtsdatum und Geburtsort
Danach folgen Ihre konkreten Wünsche bezüglich
- der Bestattungsart (z.B. Erdbestattung, Feuerbestattung oder Seebestattung)
- des Bestattungsortes (z.B. Friedhof oder Friedwald, wenn möglich mit Adresse)
sowie alle weiteren Einzelheiten zum
- Ablauf der Trauerfeier (Trauerrede, Trauermusik etc.)
- Name des Trauerredners
- (Trauer-)Gästeliste
- Grabstein oder Grabplatte
- Grabsteininschrift
- Grabbepflanzung und vieles mehr
Abschließend sollte das Dokument mit Datum versehen und von Ihnen handschriftlich unterschrieben sein.
Mit einem Klick Vorlage einer > Bestattungsverfügung runterladen, ausfüllen und an einem sicheren Ort aufbewahren.
“Der Mensch ist erst dann tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.”
(Bertolt Brecht)
Zusätze in einer Bestattungsverfügung
Damit Ihre Bestattung wirklich so läuft, wie Sie es sich vorstellen, können Sie in der Bestattungsverfügung noch ein paar Extras festlegen. Zum Beispiel, wer auf keinen Fall zur Trauerfeier oder Beerdigung kommen darf. Das gibt Ihnen Sicherheit - und Ihren Angehörigen Klarheit.
Es kann auch sinnvoll sein, die Verfügung notariell beglaubigen zu lassen. So sind Ihre Wünsche rechtlich abgesichert und es gibt später keine Diskussionen.
Aber denken Sie bitte daran: Geben Sie Ihren Angehörigen und Freunden ein kleines Mitspracherecht. Trauer ist schließlich sehr persönlich. Vielleicht möchten sie eigene Rituale einbringen oder kleine Zeichen der Erinnerung setzen. Besonders bei Bestattungsarten ohne Grabstätte lohnt es sich, sich vorher mit der Familie abzusprechen. Schließlich ist ein Grab für viele ein wichtiger Ort, um Abschied zu nehmen und zu trauern.
Gestalten Sie Ihre persönliche Gedenkseite noch zu Lebzeiten!
Erstellen Sie noch heute Ihre eigene Gedenkseite und gestalten Sie die Inhalte frei nach Ihren Wünschen. Schaffen Sie einen Ort des Trostes und der Erinnerung. Und bewahren Sie Ihre Lebensgeschichte für Angehörige, Freunde und nachfolgende Generationen über Ihren Tod hinaus.
Vorteile einer Bestattungsverfügung
Klarheit für die Hinterbliebenen:
Eine Bestattungsverfügung gibt den Angehörigen eine klare Orientierung. Sie wissen genau, was Sie sich wünschen und müssen nicht raten. Das nimmt Unsicherheiten und verringert das Streitpotenzial in einer ohnehin schweren Zeit.
Respektierung persönlicher Wünsche:
Mit der Verfügung stellen Sie sicher, dass Ihre Wünsche zur Bestattung und Trauerfeier respektiert werden. So wird das Abschied nehmen so gestaltet, wie Sie es sich vorstellen. Passend zu Ihrem Leben und Ihren Vorstellungen.
Entlastung der Familie:
Die Verfügung nimmt den Hinterbliebenen eine große Last ab. Sie müssen keine schweren Entscheidungen in einer emotional belastenden Situation treffen und können sich darauf verlassen, dass alles nach Ihrem Willen passiert.
Vermeidung von Konflikten:
Einzelne Familienmitglieder können unterschiedliche Vorstellungen haben, wie eine Beerdigung auszusehen hat. Ihre Bestattungsverfügung schafft daher Klarheit und hilft, Streit zu verhindern.
Nachteile einer Bestattungsverfügung
Starrheit:
Wenn die Verfügung zu detailliert ist, bleibt den Hinterbliebenen kaum Spielraum, eigene Ideen oder Rituale einzubringen. Gerade bei Familien, die eigene Traditionen pflegen, kann das schnell schwierig werden.
Änderungen und Aktualisierungen:
Lebensumstände und persönliche Wünsche können sich im Laufe der Zeit ändern. Prüfen Sie daher Ihre Bestattungsverfügung regelmäßig und passen Sie sie bei Bedarf an. Sonst könnten veraltete Anweisungen hinterlassen werden, die nicht mehr Ihren Vorstellungen entsprechen.
Rechtliche Aspekte:
Eine Bestattungsverfügung ist zwar eine Willenserklärung, aber in einigen Fällen kann es zu rechtlichen Unsicherheiten kommen. Um sicherzustellen, dass es rechtlich bindend ist, ist es ratsam, das Dokument notariell beglaubigen zu lassen. Das kostet aber etwas extra.
Nichtwissen der Hinterbliebenen:
Wenn Ihre Verfügung an einem unbekannten Ort liegt, finden die Angehörigen sie vielleicht nicht rechtzeitig. Stellen Sie sicher, dass Familie oder enge Freunde wissen, dass die Verfügung existiert und wo sie aufbewahrt wird. Sie können die Verfügung natürlich auch auf Ihrer Gedenkseite im Reich der Seelen hinterlassen.
Autor: Robert Junker