Christiane Junker

Christiane Junker

18. Dezember 1979

Schön, dass du gerade an Christiane denkst!

Diese Gedenkseite wurde in liebevoller Erinnerung an Christiane Junker erstellt, die am 12. Januar 1964 in Aschaffenburg geboren wurde und am 18. Dezember 1979 in Aschaffenburg im Alter von 15 Jahren durch einen brutalen Mord viel zu früh aus unserer Mitte gerissen wurde.

Dein Besuch und Deine Anteilnahme bedeuten den Hinterbliebenen unendlich viel. Es ist für sie ein großer Trost zu wissen, dass Du Christiane nicht vergessen hast und sie in vielen Herzen weiterlebt.

Hier kannst Du in aller Ruhe Abschied nehmen, trauern und gedenken - sei es mit ein paar liebevollen Worten, dem Anzünden einer Kerze oder einer stillen Schweigeminute. Du bist auch herzlich dazu eingeladen, Deine Erinnerungen, Gedanken und Gefühle, aber auch schöne Geschichten und Anekdoten, die Ihr gemeinsam erlebt habt, mit anderen zu teilen.


Christiane wurde an einem Sonntag geboren. Doch das Glück, das „Sonntagskindern” nachgesagt wird, hatte sie in ihrer kurzen Lebenszeit nicht. Im Gegenteil. Sie war ein wahrer Pechvogel.

Schon als kleines Mädchen musste sie so viel durchmachen. Einmal versagten an ihrem Fahrrad plötzlich die Bremsen, sie fuhr gegen eine Hauswand und landete im Krankenhaus.

Später wurde sie bei einem Wanderausflug von einem durchgehenden Pferd erfasst und in den Wald geschleudert - wieder Krankenhaus. Dazu kamen noch die vielen gesundheitlichen Probleme: Wegen einer verkrümmten Harnröhre verbrachte sie viel Zeit bei Ärzten, in Krankenhäusern und auf Kuren.

Während andere Kinder ihre Kindheit unbeschwert genießen konnten, war Christianes Kindheit geprägt von Schmerzen, Einschränkungen, Entbehrungen. Aber Christiane ließ sich davon nie entmutigen. Sie hatte einen starken Willen. Und sie hatte sich immer wieder aufgerappelt.

Sie war ein ruhiges, beliebtes und hübsches Mädchen mit großen Träumen. Natürlich schwärmten einige Jungs aus dem Viertel für sie und wollten "mit ihr gehen", doch sie lehnte alle Angebote freundlich ab. Denn sie war auch ein schüchternes, anständiges Mädchen, wollte mehr vom Leben, lernte viel, war fleißig. Sie wollte weiterkommen, etwas erreichen. Sie wollte aus dem Arbeiterviertel Aschaffenburg-Damm hinaus in die Welt.

Und dann kam 1979. Das Jahr, das alles veränderte. Zuerst zum Guten: Im März tanzte sie (Tanzen war ihre Leidenschaft) beim Abschlussball in der Tanzschule Alisch. Im Juni schloss sie die Schule ab. Und im September begann sie ihre Ausbildung zur Steuerfachangestellten. Endlich!

Sie war so voller Vorfreude auf das Leben. Sie ging oft tanzen, spielte Gitarre, lachte viel, fuhr mit einer Freundin für ein paar Tage in deren oberpfälzischen Heimatort. Und ja - sie war zum ersten Mal verliebt. Es schien, als würde sich das Blatt wenden. Als hätte das Leben beschlossen, es jetzt gut mit ihr zu meinen. Und wir alle spürten: Jetzt geht es bergauf. Jetzt darf sie endlich auch mal glücklich sein.

Doch das Glück war nur von kurzer Dauer. Am 18. Dezember 1979, einem kalten, regnerischen Dienstagabend kurz vor Weihnachten, besuchte Christiane wie gewohnt ihren Stenografiekurs in der Kolpingschule Aschaffenburg. Nach dem Unterricht ging sie wie immer - begleitet von zwei Freundinnen - nach Hause.

Doch an diesem letzten Schulabend kam alles Pech zusammen: Eine Freundin hatte abgesagt, die andere hatte verschlafen. Eine weitere Mitschülerin sah Christiane noch auf dem Bürgersteig stehen und überlegte kurz, ob sie ihren Vater bitten sollte, das Mädchen im Auto mitzunehmen, sprach ihn dann aber doch nicht an.

Christiane machte sich daher allein zu Fuß auf den Heimweg, kam aber nicht weit. Nur wenige Schritte von der Schule entfernt traf sie auf ihren Mörder - ein Moment, der alles zerstörte und ihr junges Leben auf grausamste Weise beendete. So plötzlich. So unbegreiflich. So sinnlos. Und wir fragen uns bis heute: Warum? Warum sie?

Eine Antwort gibt es nicht. Und vielleicht wird es sie auch nie geben. Denn es gibt keine Zeugen, keine Beweise, kein Geständnis, keinen verurteilten Mörder.

Was uns bleibt, ist die Erinnerung an ein tapferes Mädchen, das trotz all seiner schweren Lasten niemals aufgegeben hat. Die Erinnerung an ihr Lachen. An ihre Hoffnungen. An ihre Träume. Christiane ist in unseren Gedanken und Herzen. Heute. Morgen. Für immer. Sie bleibt für alle, die sie kannten und liebten, bis heute unvergessen.

Wer die ganze Geschichte nachlesen möchte - die Hintergründe, die Ermittlungen, den Prozess - findet auf www.tusitala-verlag.de/christiane einen ausführlichen Bericht.

Haustiere, die Christiane liebte

Hamster Poldi und Kanarienvogel Kuki

“Der schlimmste Tag meines Lebens war der letzte Tag deines Lebens.”

Unbekannt

Wir haben einen Sonnenschein verloren.

  • Deine Mama Renate
  • Dein Bruder Robert mit Jutta
  • Deine Schwester Diana mit Levin
  • Deine Tanten und Onkel mit Cousins und Cousinen
  • Deine Freunde und Klassenkameraden
  • Und alle, die dich lieben und vermissen


Biografisches Porträt

Vor- und Nachname: Christiane Junker
Geboren am: 12. Januar 1964
Geboren in: Aschaffenburg
Sternzeichen: Steinbock
Staatsangehörigkeit: deutsch
Glaubenszugehörigkeit: katholisch
Opa & Oma mütterlicherseits: Franz und Gertrude Weis, geb. Mungel
Opa & Oma väterlicherseits: Richard und Emma Junker
Name des Vaters: Waldefried Junker (1943-1980)
Name der Mutter: Renate Junker geb. Weis
Anzahl der Geschwister: Zwei
Namen der Geschwister: Diana und Robert
Geschwisterrolle: Die Erstgeborene, Große Schwester
Aufgewachsen in: Aschaffenburg
Eingeschult in/am: Dalbergschule, 1970
Höchster Schulabschluss: Hauptschule
Lehre/Ausbildung zum/zur: Steuerfachangestellte
Letzter Familienstand: ledig
Zuletzt gearbeitet als/bei: Auszubildende zur Steuerfachangestellten
Zuletzt wohnhaft in: Aschaffenburg
Gestorben am: 18. Dezember 1979
Gestorben in: Aschaffenburg
Gestorben: durch einen brutalen Mord
Sterbealter: 15
Letzte Ruhestätte: Ihr Grab wurde 2021 nach über 40 Jahren aufgelöst

Meilensteine einer unvergessenen Lebensreise.

  • 1964
    Christiane kam zwar als Sonntagskind zur Welt, doch viel Glück hatte sie nicht in ihrem kurzen Leben.
  • 1964
    Die ganze Familie Junker ist happy.
  • 1967
    Ausflug mit Oma und Opa und Brüderchen Robert (*1965)
  • 1968
    Ausflug mit Mama
  • 1969
    An Fasching verkleidet als Antje von Holland, mit Brüderchen und Brezelbäcker Robert
  • 1969
    Mit Brüderchen Robert im Pompejanum-Garten
  • 1970
    Erster Schultag am 1. September - in der Dalbergschule, Aschaffenburg-Damm.
  • 1970
    Natürlich gab's auch viel Süßes
  • 1971
    Fasching, mit Bruder als Rattenfänger von Hameln und Schwesterchen Diana (*1970) als Eulenspiegel
  • 1970
    Warten auf den Nikolaus
  • 1971
    Ostern
  • 1971
    Einschulung von Bruder Robert am 1. September
  • 1971
    Einschulung von Robert, ebenfalls in die Dalbergschule in AB-Damm
  • 1971
    Schon wieder warten auf den Nikolaus
  • 1972
    Weihnachten mit der Familie
  • 1973
    Kommunion
  • 1973
    Kommunion
  • 1973
    Sommerlicher Geschwister-Ausflug
  • 1974
    12. Januar 1974. Christianes 10. Geburtstag
  • 1975
    Ausflug zur Bundesgartenschau in Mannheim
  • 1976
    Firmung
  • 1976
    Weihnachten, kurz vor ihrem 13. Geburtstag
  • 1977
    Christiane entwickelt sich zu einer jungen Frau
  • 1977
    Mit kleiner Schwester Diana an Robert's 12. Geburtstag.
  • 1978
    Fasching mit Gitarre, ihrem Lieblingsinstrument.
  • 1978
    Calpe, Spanien. Unser letzter gemeinsamer Urlaub.
  • 1978
    September 1978: Schulausflug mit Klassenkameraden.
  • 1979
  • 1979
    18.3.1979 beim Abschlussball der Tanzschule Alisch.

Kondolenzbuch für Ihre Trostworte

7. Dezember 2025
Ich habe heute die Doku auf ZDF gesehen und es hat mich sehr berührt. Christiane wurde an dem Tag ermordet an dem ich geboren bin ... Ruhe in Frieden.

Britta Fäth

4. Dezember 2025
Du fehlst. Gestern. Heute. Morgen. Immer.

Nark

1. Dezember 2025
"Ein Mensch stirbt erst wirklich, wenn niemand mehr an ihn denkt."

Rebecca

1. Dezember 2025
Mögest du nun an einem Ort sein, erfüllt von Liebe, Frieden und Geborgenheit.

Josef

29. November 2025
Ich habe gerade auf youtube die Doku gesehen und bin noch ziemlich mitgenommen von dem Fall. Ich verstehe Deinen Schmerz, lieber Robert, und wünsche Dir für die Zukunft alles Gute!

Marina

28. November 2025
Keine Seele geht verloren . Für immer im Herzen , und nie vergessen .

27. November 2025
In unseren Herzen lebst du weiter

Patricia

27. November 2025
Ich wünsche mir so sehr, dass Christiane in einer parallelen Zeitlinie niemals etwas Schlimmes zugestoßen ist. Sie hat ihre Ausbildung beendet, vielleicht geheiratet, ein oder mehrere Kinder bekommen, feiert bis heute noch Weihnachten mit ihrer Familie.

Zehra

27. November 2025
Christiane Junker ist nun geborgen in Gottes Händen. Ihr Leid ist vorbei. Sie ruht friedlich neben ihrem verstorbenen Vater und schaut voller Liebe auf ihre Mutter und ihre Geschwister herab. Möge sie in Gottes ewiger Geborgenheit ruhen.

Julia

27. November 2025
Ein Kind zu verlieren muss entsetzlich sein, ein Kind durch ein Verbrechen zu verlieren, unerträglich. Ihr habt eine ganze Familie verloren, die Schwester, den Vater, die Tochter, den Ehemann. Alles Liebe für Euch und eine Kerze für Christiane.

Letzte Ruhestätte

Ihr Grab auf dem Waldfriedhof in Aschaffenburg-Leider wurde nach über 40 Jahren im Jahr 2021 aus Alters-, Gesundheits- und Umzugsgründen aufgelöst.

Traueranschrift

Wenn Sie eine Beileidskarte, einen Trauerbrief oder Fotos an das Trauerhaus schicken möchten, senden Sie diese bitte an:

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