Waldefried Junker

Waldefried Junker

30. September 1980

Schön, dass Sie gerade an Waldefried Junker denken!

Diese Gedenkseite wurde in liebevoller Erinnerung an Waldefried Junker erstellt, der am 17. April 1942 in Glattbach bei Aschaffenburg geboren wurde und am 30. September 1980 in Aschaffenburg im Alter von 38 Jahren nach einem tragischen Arbeitsunfall für uns alle völlig überraschend verstorben ist.

Ihr Besuch und Ihre Anteilnahme bedeuten den Hinterbliebenen unendlich viel. Es ist für sie ein großer Trost zu wissen, dass Sie Waldefried Junker nicht vergessen haben und er in vielen Herzen weiterlebt.

Hier können Sie in aller Ruhe Abschied nehmen, trauern und gedenken - sei es mit ein paar liebevollen Worten, dem Anzünden einer Kerze oder einer stillen Schweigeminute. Sie sind auch herzlich dazu eingeladen, Ihre Erinnerungen, Gedanken und Gefühle, aber auch schöne Geschichten und Anekdoten, die Sie gemeinsam erlebt haben, mit anderen zu teilen.


Waldefried (oder Walfried, wie er von allen genannt wurde) kam 1942 in Glattbach bei Aschaffenburg als fünftes von sieben Kindern zur Welt. Seine Eltern, Richard und Emma Junker (geb. Brehm), hatten es in der Zeit während und nach dem Krieg nicht leicht. Die Familie war arm, ja, aber sie hielt zusammen. Und das war wohl ihr größter Reichtum.

Seine Geschwister hießen Erna, Alfred, Rudolf, Maria, Wilhelm und Anton. Besonders tragisch war der Verlust seines älteren Bruders Alfred, der kurz vor Weihnachten 1953 mit nur 18 Jahren bei einem Fahrradunfall ums Leben kam. Dieses Ereignis hat ihn als 11-jährigen tief geprägt.

Trotz aller Schwierigkeiten fanden die älteren Kinder bald Arbeit. Und gemeinsam schafften sie es, um 1959 ein Häuschen in Mainaschaff (Vorort von Aschaffenburg) zu kaufen. Ein kleiner, großer Traum in einer Zeit, in der Wohlstand noch keine Selbstverständlichkeit war.

Weil die Familie immer knapp bei Kasse war, musste auch Walfried gleich nach der Schule mit anpacken. Also lernte er den Beruf des Papierveredlers und verdiente damit sein erstes eigenes Geld, das er jedoch zum größten Teil zu Hause abliefern musste.

Im Juli 1963, da war er gerade einmal 21 Jahre alt, heiratete er Renate Weis (*1944). Die beiden hatten sich auf einem Tanzball in Glattbach kennengelernt. Knapp sechs Monate später kam Christiane (1964-1979) zur Welt. 1965 folgte Sohn Robert und 1970 das Nesthäkchen Diana. Drei Kinder, ein Zuhause voller Leben und mittendrin ein Vater, der alles tat und hart arbeitete, um seiner Familie ein gutes Leben zu ermöglichen.

Walfried hatte schon früh einen Führerschein - sogar für LKWs - und besaß ein eigenes Auto, was damals wirklich keine Selbstverständlichkeit war. Irgendwann wechselte er den Beruf und fuhr für eine Mainaschaffer Großbäckerei das "Steinbacher Brot" aus. Er liebte es, unterwegs zu sein, Neues zu sehen, einfach in Bewegung zu bleiben. Besonders die Berge und die Natur hatten es ihm angetan. Wandern, Pilze sammeln, draußen sein. Das war seine Art, aufzutanken.

Er war außerdem ein kreativer Mensch. An unseren Wänden hingen seine selbstgemalten Bergbilder, fein eingerahmt. Und in unserem Kinderzimmer malte er bunte Walt-Disney-Figuren an die Wände, einfach so, um uns eine Freude zu machen. Und vielleicht auch, um sich die Tapete zu sparen.

Er rauchte nicht, trank nur selten und kochte sonntags immer mit Hingabe für die ganze Familie. Am allermeisten liebte er die Natur und seinen Schrebergarten in der Österreicher Kolonie, sein kleines Paradies, in dem er zur Ruhe kommen konnte.
Um 1977 begann er eine neue Arbeit als Rangierer bei der Deutschen Bahn. Die Nachtschichten waren zwar anstrengend, aber sie brachten etwas mehr Geld für die Familie ein. Er arbeitete hart, war zuverlässig und jemand, auf den man sich immer verlassen konnte.

Im Dezember 1979 brach jedoch das große Unglück über die Familie herein. Christiane, seine erstgeborene Tochter, wurde kurz vor Weihnachten brutal ermordet - ein Verlust, den er nie wirklich verkraften konnte. Die Trauer fraß sich tief in ihn hinein. Schlaf fand er kaum noch, und doch musste er irgendwie weiter funktionieren. Also ging er weiter zur Arbeit, müde, erschöpft, bei Wind und Wetter, Nacht für Nacht.

Bis zu jener regnerischen Nacht, in der das Schicksal erneut erbarmungslos zuschlug. Er war wieder übermüdet, wieder auf den Gleisen. Und diesmal überhörte er einen abrollenden Waggon. Der Aufprall war so heftig, dass er schwer verletzt wurde. Einen Tag später starb er - für uns alle völlig unbegreiflich - im Krankenhaus an seinen inneren Verletzungen. Viel zu früh. Nur 38 Jahre alt. Ein Leben, das noch so viel vorhatte, plötzlich vorbei.

Sänger:innen, die Waldefried Junker mochte

Fats Domino, Billy Vaughn

“Man lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.”

Honoré de Balzac

In Liebe und Dankbarkeit.

  • Seine Frau Renate
  • Sohn Robert und Tochter Diana
  • Schwester Maria mit Gundolf
  • Schwester Erna mit Karl
  • Brüder Rudi, Willi und Toni
  • Und alle, die ihn kannten und liebten


Biografisches Porträt

Vor- und Nachname: Waldefried Junker
Von Freunden genannt: Walfried
Geboren am: 17. April 1942
Geboren in: Glattbach bei Aschaffenburg
Sternzeichen: Widder
Staatsangehörigkeit: deutsch
Glaubenszugehörigkeit: römisch-katholisch
Name des Vaters: Richard Junker
Name der Mutter: Emma Junker (geb. Brehm)
Anzahl der Geschwister: Sechs
Namen der Geschwister: Maria, Alfred, Erna, Rudi, Wilfried (Willi) und Toni
Geschwisterrolle: Fünftgeborener
Aufgewachsen in: Glattbach und Mainaschaff
Eingeschult in/am: Glattbach bei Aschaffenburg
Verheiratet mit: Renate Junker
Leibliche Kinder: Christiane, Robert und Diana
Vornamen der Enkel: Levin
Beste Freund:innen: Magda, Heinz
Letzter Familienstand: Verheiratet
Zuletzt gearbeitet als/bei: Bahnarbeiter auf den Gleisen
Zuletzt wohnhaft in: Aschaffenburg
Gestorben am: 30. September 1980
Gestorben in: Aschaffenburg
Gestorben: nach einem tragischen Arbeitsunfall
Sterbealter: 38
Letzte Ruhestätte: Sein Grab wurde 2021 aufgelöst.

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Das Familiengrab wurde 2021 aufgelöst. Über vier Jahrzehnte lang stand auf dem Grabstein das falsche Geburtsdatum, ein Fehler des Steinmetz, der statt 17.4. den 14.4. einmeißelte.

Erinnerungen bleiben lebendig, wenn wir sie teilen.

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